Lastgang und Energiepreis: So nutzen Sie den Spotmarkt optimal

So bildet sich Ihr Durchschnittspreis
Strom ist nicht zu jeder Stunde gleich teuer. Wer einen dynamischen Strompreis nutzt, zahlt je nach Stunde unterschiedliche Tarife. Entscheidend ist deshalb, wann Sie Energie benötigen.
Ihr individueller Verbrauch multipliziert sich Stunde für Stunde mit dem jeweiligen Marktpreis. Daraus entsteht ein gewichteter Durchschnittspreis, der am Ende Ihre Energiekosten prägt. Verbrauch in günstigen Stunden senkt diesen Durchschnitt spürbar.
Ein Einzelhandelsbetrieb braucht vor allem tagsüber Energie, abends und nachts kaum. Genau in diesen Zeiten sind die Stundenpreise am Spotmarkt häufig niedrig. Das passt perfekt zusammen und wirkt wie ein Preis-Turbo nach unten.
Im Mai ergab sich für einen solchen Lastgang ein gewichteter Durchschnittspreis von 3,21 Cent je kWh. Die Erklärung ist simpel: Viel Verbrauch in Stunden mit niedrigen Preisen drückt die Gesamtkosten. Die Korrelation aus Last und Preis macht den Unterschied.
Day-Ahead verstehen, Kosten senken: Lastverschiebung, Preismuster und Wochenendvorteile
Am Day-Ahead-Markt werden heute die Preise für morgen festgelegt. Sie wissen also bereits im Voraus, was beispielsweise morgen um 14 Uhr eine Kilowattstunde kostet. Diese Transparenz schafft Planbarkeit.
Wer zusätzlich Lasten flexibel verschieben kann, verstärkt den Kostenvorteil. Maschinen, Kühlung oder Ladevorgänge lassen sich oft in günstigere Stunden legen. So wird aus einem guten Lastprofil ein exzellentes.
Die Preisverläufe wiederholen sich häufig von Tag zu Tag und Woche zu Woche. Günstige Phasen liegen oft tagsüber, zudem häufig in den späten Abend- und Nachtstunden. Diese Muster helfen, verlässlich zu planen.
Am Wochenende sind die Marktpreise besonders oft niedrig. Wer dann produzieren, laden oder kühlen kann, profitiert doppelt. Das senkt Kosten und entlastet die Wochentage.
Diese Kundengruppen profitieren – Chancen für Vertrieb und Akquise
Einzelhandel, Einschichtbetriebe und Unternehmen mit Abend- oder Nachtbetrieb haben häufig einen natürlichen Vorteil. Auch Betriebe mit relevanter Wochenendlast können sehr günstig fahren. Das richtige Timing macht sie zu „Preis-Champions“.
Energievertriebe können gezielt Kundengruppen ansprechen, deren Lastprofil gut zu günstigen Marktphasen passt. Damit schaffen Sie für Ihre Kunden sofort messbare Vorteile. Und Sie steigern zugleich die Attraktivität Ihres Angebots.
Lastgang analysieren, Szenarien testen, Preisfenster nutzen
Beginnen Sie mit einer Analyse Ihres individuellen Lastgangs. Identifizieren Sie günstige Stunden und verschiebbare Verbraucher. Legen Sie dann Regeln und Zeitfenster fest, um planbar von Preisfenstern zu profitieren.
Auf unserer Webseite finden Sie Tools, mit denen Sie Lastprofile, Zeiträume und Preisphasen durchspielen können. Vergleichen Sie Szenarien und erkennen Sie auf einen Blick, wo der größte Hebel liegt. Das bringt Tempo und Klarheit in Ihre Verkaufsgespräche.
Praxis-Tipps für den Einstieg
Starten Sie mit den größten Verbrauchern und den flexibelsten Zeitfenstern. Nutzen Sie Day-Ahead-Preise, um Ihren nächsten Tag zu planen. Überprüfen Sie regelmäßig, ob sich Muster verändern, und passen Sie Ihre Steuerung an.
Fazit: Mit Dynamik sparen, mit Planung gewinnen
Ihr Lastverhalten ist ein starker Preistreiber – im positiven Sinne. Wer zu günstigen Zeiten verbraucht und Lasten klug verschiebt, senkt seinen Durchschnittspreis dauerhaft. Mit Daten, Disziplin und den richtigen Tools wird daraus ein handfester Wettbewerbsvorteil.
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