So geht’s: Individuelle Bepreisung und automatische Zählerablesung auch für Gewerbekunden und kleine Unternehmen

Christian Brill
Christian Brill

Standardisierte Preise und der alljährliche Gang zum Stromzähler: Unternehmen mit einem Jahresstromverbrauch bis 100.000 kWh sind gegenüber Großverbrauchern häufig im Nachteil. Doch es geht auch anders. In diesem Artikel erfahren Sie, wie auch kleine und mittelständische Unternehmen vom eigenen Lastprofil profitieren und durch automatisierte Zählerablesung Zeit und Geld sparen können.

In der Energiewirtschaft unterscheiden wir zwischen Kunden mit Standardlastprofil (SLP) und Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM).

Standardlastprofil – was hat es damit auf sich?

Gewerbetreibende mit einem Jahresstromverbrauch bis 100.000 kWh verfügen in der Regel über einen einfachen Zähler, der nur den reinen Verbrauch misst, nicht aber die viertelstündliche Leistung. Diese Kunden werden vom Netzbetreiber daher als sogenannte SLP-Kunden bilanziert.

SLP, das steht für „Standard-Last-Profil“. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Unternehmen mit einem ähnlichen Verbrauchsverhalten werden zur Vereinfachung nach einem standardisierten Profil bewertet und abgerechnet.

Das kundenindividuelle Verbrauchsverhalten wird im SLP-Bereich also nicht zur Preisbildung herangezogen. Die Folge: Wird die Energie genau dann benötigt, wenn der Marktpreis deutlich günstiger ist, kann der Energiepreis trotzdem nicht günstiger werden.

Beispiel: Unternehmen mit „G1-Profil“ sind überwiegend werktags zwischen 8 und 18 Uhr tätig (Büros, Arztpraxen, Werkstätten, etc.). Das „G2-Profil“ hingegen umfasst Unternehmen mit starkem bis überwiegendem Verbrauch in den Abendstunden, beispielsweise Sportvereine oder Fitnessstudios.

Aber was genau bedeutet das für Sie?

Als SLP-Kunden zahlen Sie wie gewohnt Ihre monatlichen Abschläge auf Basis einer Verbrauchsschätzung nach Standardlastprofil. Einmal im Jahr lesen Sie dann den Stromverbrauch selbst ab oder lassen den Verbrauch von Ihrem Energieversorger schätzen und erhalten daraufhin eine Jahresrechnung. Ihre gezahlten Abschläge werden dabei natürlich berücksichtigt.

  • Problem 1: Unternehmen mit dem gleichen Standardprofil werden nach ein und demselben Muster bewertet. Sie können von Ihrem tatsächlichen IST-Profil also NICHT profitieren.
  • Problem 2: Mit jedem Zähler vergrößert sich der Zeitaufwand der alljährlichen Ablesung. Die verantwortlichen Personen sind hier oft Stunden im Jahr damit beschäftigt. Bei mehreren Standorten, wie es beispielsweise bei Bäckereien häufig der Fall ist, stehen Sie damit Jahr für Jahr vor einer echten Mammutaufgabe.

Registrierende Leistungsmessung: Wie funktioniert's?

Bei größeren Unternehmen mit einem Jahresverbrauch über 100.000 kWh kommen keine Standardlastprofile zum Einsatz, sondern sogenannte RLM-Zähler. RLM steht für „Registrierende Leistungs-Messung“.

Die Leistung wird mit Hilfe des RLM-Zählers viertelstündlich dokumentiert und so der aktuelle Stromverbrauch ermittelt. Für die Bepreisung der Energie können diese Werte direkt herangezogen werden. Ein Standardprofil ist nicht mehr notwendig. Auf diese Weise wird also eine Monatsrechnung basierend auf dem tatsächlichen Verbrauchsverhalten erstellt.

RLM- sind gegenüber SLP-Kunden im Vorteil

Für den Energieeinkauf bedeutet das: Energiedienstleister wie die EGT Energievertrieb GmbH können den Energieverbrauch auf Basis der oben beschriebenen Verbrauchswerte nicht nur maßgeschneidert bewerten, sondern auch maßgeschneidert einkaufen.

Dies geschieht zum Beispiel direkt 1:1 am Spotmarkt. Vom gewonnenen Einkaufsvorteil profitiert der RLM-Kunde auch auf der Stromrechnung.

Auch der lästige Gang zum Stromzähler für die jährliche Ablesung entfällt komplett. Der Grund: die Werte werden hier direkt digital an Ihren Netzbetreiber und Energieversorger übermittelt.

Welches Potenzial haben Sie als kleines oder mittelständisches Unternehmen?

Für unsere Gewerbekunden mit bis zu 100.000 kWh Jahresbedarf Strom bieten wir – ab der Jahresabrechnung zum 31.12.2021  – einen besonderen Service. In anderen Worten: Sie profitieren von dem, was große Industrieunternehmen schon lange tun.

Durch die clevere Kombination von EGT Spot und EGT Energie-Cockpit werden Sie nach ihrem tatsächlichen IST-Profil viertelstündlich genau nach Spot-Börse bewertet und abgerechnet. Der Vorteil: Sie profitieren erstmals von Ihrem eigenen Lastprofil – ein echter Preisvorteil.

Im Durchschnitt lag der Preisvorteil unserer Kunden bei 0,5 Cent/kWh im Jahr 2020.

Auch Ihre Zählerstände müssen Sie von nun an nicht mehr manuell ablesen. Die automatisch übermittelten Daten werden ohne Schätzung jeweils zum 31.12. 24 Uhr abgerechnet. So werden nicht nur Ablesefehler verhindert, Sie sparen auch noch jede Menge Zeit und können sich voll und ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Ich möchte auch diese Vorteile eines Großverbrauchers – was muss ich nun tun?

Ganz einfach: Sie bestellen EGT Spot in Kombination mit dem EGT Energie-Cockpit.

Die EGT verbaut Ihnen anschließend ein intelligentes Messsystem und versorgt Sie mit Strom, der direkt am Spotmarkt der Strombörse für Sie eingekauft wird. Sie werden als sogenannter „Zählerstandsgangkunde“ im Netz bewertet und 1:1 basierend auf Ihrem persönlichen Energieprofil beliefert. Risikoaufschläge entfallen so in Gänze.

Sind sowohl Lieferung als auch Energie-Cockpit noch vor dem 31.12.2021 eingerichtet, rechnen wir Sie zum 31.12.2021 um 24 Uhr automatisch ab – einfach und bequem, ohne Ablesekarte.

Dank unseres Monitoringsystems können Sie außerdem mehrere Standorte, Anlagen und Zeiträume überwachen, Energiefresser und Lastspitzen aufspüren oder Ihre Konzessionsabgabe um bis zu 95 Prozent senken.

Fazit

Kunden mit Standard-Lastprofil sind gegenüber denen mit registrierter Leistungsmessung im Nachteil: vom lästigen Gang zum Zähler mit Ablesekarten oder Verbrauchsschätzung, bis zur standardisierten Bepreisung.

Mithilfe der Produktkombination EGT Spot und EGT Energie-Cockpit können Sie diese Nachteile einfach und bequem aus dem Weg räumen und auch als kleines oder mittelständisches Unternehmen von den Vorzügen eines Großverbrauchers profitieren.

Erstmals anbieten werden wir diesen Service mit der Jahresabrechnung zum 31.12.2021.

Sie möchten mehr über den Spotmarkt erfahren?

In unserem ausführlichen Blogartikel über die Vorteile des Spotmarktes erfahren Sie mehr.

Machen Sie den Test! Mit unseren interaktiven Online-Tools können Sie die Vorzüge des Spotmarktes interaktiv erleben und verschiedene Szenarien durchspielen.

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Christian Brill

Als Innovationschef der EGT beschäftigt sich der dreifache Familienvater mit der Energieversorgung von morgen, wie zum Beispiel neuartigen Beschaffungsstrategien oder dezentraler Energieversorgung.

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