Wie Sie Ihre Gaskosten durch direkten Spotmarktbezug senken

Christian Brill
Christian Brill

Für Entscheider im Unternehmen oder in Verwaltungen ist der Gaseinkauf eine schwierige Sache. Denn bei vielen Unternehmen und Verwaltungen ist der Einkauf von Heiz- oder Produktionsgas ein großer Kostenblock – und kostet Nerven!

Warum Sie jetzt umdenken sollten und wie Sie mit der Beschaffung im Spotmarkt Ihre direkten Wettbewerber hinter sich lassen, erfahren Sie in diesem Artikel.

„Eingeübt“ ist in Deutschland der Turnus, dass Gasverträge zum 30.9. oder zum 31.12. eines Kalenderjahres enden und die Entscheider im Unternehmen 3-5 Monate vorher eine Folgelieferung anfragen. Dann schaut man mal, was an Angeboten so reinkommt.

In der Praxis bedeutet dies entweder eine Ausschreibung an einige bekannte Energielieferanten oder den Anruf beim regionalen Energieversorger.

Gaseinkauf: So geht's seit 20 Jahren

„Eingeübt“ im Standardvertrieb der Energieversorger ist, dass Sie von integren Herren in Anzügen und hochwertigen großen Kombilimousinen ein „unschlagbares“ Angebot für die Zukunft erhalten werden.

Die Argumentation ist dabei vorprogrammiert: „Sehr geehrter Interessent, schlagen Sie zu! Die Bindefrist des Angebotes ist kurz, schauen Sie nur, was auf der Welt gerade passiert! Es wird immer teurer. Deswegen nehmen Sie das Angebot gleich für volle 3 Lieferjahre an. Dann kann Ihnen nichts passieren! Hier bitte unterzeichnen“.

Die Aussicht auf den schnellen Abschluss beim Verkäufer und ganz viel Ruhe beim Kunden sind durchaus verlockend – nicht wahr?

So mit Ängsten gefüttert entscheiden viele Unternehmer und Verwalter sich für das klassische „einmal-alles –kaufen-bitte!“-Modell und hoffen, gut eingekauft zu haben und sich mit dem lästigen Gas-Einkauf nicht öfters beschäftigen zu müssen.

Die Verkäufer freuen sich über schöne Provisionen und sind froh, dass Sie sie nun längere Zeit nicht mehr ansprechen müssen.

Doch ist das eine gute Entscheidung?

Die Faktenlage im Nachgang betrachtet:

Lassen Sie uns zunächst einmal die Gaspreispreisentwicklung 2018 – heute betrachten.

Abgebildet sind die Preise H-Gas für die Lieferjahre 2020 bis 2023, rein nach Börse, also ohne Zuschläge und Vertriebskosten der Lieferanten.

Die Bewegungen im Gasmarkt sind groß. In anderen Worten: der Zeitpunkt des Einkaufes ist entscheidend. Deutlich wird auch: die Gaspreise steigen nicht nur, sondern sinken auch laufend – also NICHT wie von der Mehrheit der Verkäufer oft genannt.

Das heißt konkret: durch den laufenden Einkauf im alten, so „bewährten“ Festpreissystem vergeben sich Unternehmer Marktchancen und bezahlen daher zu viel für die Gaslieferung.

Die Versorgungslage Gas in Deutschland

Zwischenzeitlich sind aus der USA viele Schiffchen mit Flüssiggas unterwegs, welche direkt von der Nordsee aus Gas in das europäische Netz pumpen. Auf Statista sehen Sie eine aktuelle Statistik der liefernden Schiffen.

Im Januar 2019 waren davon 144 Stück weltweit unterwegs und es sind 138 gerade in Bestellung / Produktion. Zudem hat die Bundesregierung in der aktuellen Legislaturperiode beschlossen, dass auch deutsche LNG Terminals entstehen sollen, für die künftig eine Anschlusspflicht ans Fernleitungsnetz besteht.

Über die Seebrücke nach Europa wird uns mittelfristig also noch mehr Gas erreichen.
Gleichzeitig wird eine neue große Gaspipeline Deutschland direkt mit Russland verbinden. In der Nähe von Lubmin wird demnächst in weiterer großer Kapazität Gas einfließen.

Wir sind in Deutschland also kurz- und mittelfristig mit Gas sehr gut versorgt!

Corona: Großes Angebot trifft auf niedrige Nachfrage

Unternehmen können nicht vorhersagen, ob und wenn ja wann der nächste Lockdown kommt, wie ihre Produkte künftig nachgefragt werden und daher eben nicht mehr eine verlässliche Produktionsplanung erstellen.

Damit einhergehend drohen Mehr- oder Minderregeln, welche oft als Verpflichtung vom Kunden im Liefervertrag Gas geregelt sind. Diese werden zu erheblichen Nachzahlungen führen. Denn der Lieferant wird Ihnen gerne den letzten bekannten Jahresverbrauch 2019 für die Zukunft eindecken.

Benötigen Sie wegen Corona / Konjunktur allgemein aber nur z. B. 60 % der Menge, müssen Sie Strafe zahlen. Das klingt nicht prickelnd – ist es auch ganz und gar nicht.

Die Nachfrage nach Gas ist kurzfristig eingebrochen und bleibt mittelfristig niedrig.

Wir halten also fest: Ein großes Gasangebot trifft auf eine geringe Nachfrage. Das ergibt günstige Börsenpreise.

Gang zurück, kühlen Kopf bewahren

Was heißt das nun für Ihren Gaseinkauf? Vor allem eines: bewahren Sie einen kühlen Kopf. Es besteht kein Grund, jetzt sofort ewig lange Laufzeiten zu zeichnen.

Zudem – welche Mengen würden Sie heute bestellen? Können Sie diese genau beziffern? Dann unterzeichnen Sie keine Mehr- oder Mindermengenregelungen in Verträgen welche oft in den AGB versteckt sind.

Fallen Sie nicht auf die klassische Vertriebsmasche herein: „Kauf so lange wie möglich zum Festpreis ein!“.

Denn wer jetzt den langen Kontrakt eingeht, hat zwar einen günstigen „Corona-Preis“ gesichert. Doch günstig bedeutet auch, Sie haben enorme Risikoaufschläge der Anbieter bezahlt und kommen nicht mehr aus dem Vertrag heraus.

Was ist die Alternative?

Alternativ zum Terminkonktrakt wird Gas an der Börse laufend für den kommenden Tag gehandelt. (Natural Gas Spot Day Ahead).

Diese Form des Handels kommt ohne kostspielige Strukturaufschläge aus, da hier Angebot und Nachfrage direkt zusammenkommen. Auf der Seite der EEX können Sie jederzeit bequem den aktuellen Spot-Preis abrufen.

Jetzt wird es spannend! Schauen Sie nun eine aktuelle Preiskurve an, in welcher wir die Terminkontrakte 2021 und den aktuellen Spotmarktpreis Gas NCG H-Gas vergleichen.

Sie können sofort erkennen: Wo Gas für 2021 am Terminmarkt 1,247 Cent/kWh gekostet hat, liegt Gas im Spot bei nur 0,471 Cent/kWh (Stand 29.05.2020). Das sind rund 60 % weniger. In anderen Worten: 60 % Ersparnis!

Vergleichen Sie auch die Preise am Spotmarkt (grüne Kurve) mit den Preisen am Terminmarkt (rote/blaue Kurven). Bereits seit Mai 2019 ist der Spotmarkt gegenüber den Terminmarktpreise deutlich im Vorteil.

Zusammengefasst: der Terminmarkt Gas möchte für eine vermeintliche Sicherheit des Festpreises Aufschläge haben. Sie als Kunde müssen diese zudem immer öfter mit Mehr- oder Mindermengenzuschlägen bezahlen. Das macht den Terminmarkt Gas im Detail betrachtet nicht attraktiv.

EGT Spot

Mit EGT Spot koppeln Sie Ihren Energiepreis an den günstigen Spotmarkt. Der Vorteil: An diesem Kurzfristmarkt entgeht Ihnen keine einzige Marktchance – ganz ohne spekulative Risikoaufschläge.

Ihre Preisentwicklung können Sie über die EEX jederzeit selbst nachvollziehen. Im Strom werden Stundenpreise gehandelt, im Gas Tagespreise. Mehr Transparenz beim Energieeinkauf geht nicht.

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NEUE Wege gehen!

Gehen Sie also neue Wege! Setzen Sie auf den Spotmarkt Gas. Die EGT reicht Ihnen 1:1 den Spotmarktpreis Gas weiter, Sie haben also volle Transparenz und bleiben stets flexibel.

Sie bezahlen nämlich nur, was Sie verbrauchen. Es gibt keine Mehr- oder Mindermengenregelungen und Sie können jederzeit in andere Beschaffungsstrategien wechseln. Dabei brauchen Sie nichts weiter zu tun, als dieses Modell einmal bei der EGT zu bestellen. Sie sind dauerhaft günstig, transparent und zuverlässig versorgt!

Holen Sie sich zudem qualifizierte Beratung durch kompetente und freundliche Mitarbeiter der EGT.
Schauen Sie gerne für weitere Produktinfos hier nach: www.egt.de/spot

Gerne können Sie laufend auch hier die aktuellen Spotpreise Strom und Gas einsehen.

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Über unsere praktischen Online-Tools können Sie die Vorzüge des Spotmarktes (EGT Spot) interaktiv erleben und verschiedene Szenarien durchspielen. Abonnieren Sie unbedingt auch unseren monatlichen Energie-Newsletter und bleiben Sie so immer auf dem Laufenden.

Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen sind gerne auch persönlich für Sie da. Die Kontaktdaten finden Sie unten.

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Christian Brill

Als Innovationschef der EGT beschäftigt sich der dreifache Familienvater mit der Energieversorgung von morgen, wie zum Beispiel neuartigen Beschaffungsstrategien oder dezentraler Energieversorgung.

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