Checkliste: Diese 5 Kriterien entscheiden über die Machbarkeit Ihrer Photovoltaikanlage

Sophia Ketterer
Sophia Ketterer

Sie wollen sich als Hausbesitzer unabhängig von steigenden Stromkosten machen? Eine Photovoltaik(PV)-Anlage, mit der Sie nachhaltig erzeugten Sonnenstrom direkt in Ihrem Haus nutzen können, macht Spaß und ist eine sinnvolle Maßnahme zum Umweltschutz. Jedoch ist nicht jedes Dach für eine solche Maßnahme geeignet.

Neben der Statik des Hauses können auch der Zustand Ihrer Elektroinstallation, Ihre Dacheindeckung oder die Tatsache, dass Sie lediglich Mieter im Haus sind, kostentreibende oder sogar KO-Kriterien beim Kauf einer PV-Anlage sein.

1. Statik des Hauses

Das wichtigste aller Kriterien ist die freie Dachlast Ihres Hauses. Vor allem bei uns im Schwarzwald sind die Dächer hohen Wind- und Schneelasten ausgesetzt, die auch die PV-Anlage tragen muss. Die Prüfung der Statik entscheidet deshalb über die Umsetzbarkeit der Anlage.

Das Kriterium der Statik wird nach deutscher Norm berechnet und ist für eine dauerhafte und sichere Dachkonstruktion unerlässlich. Der ausschlaggebende Anhaltspunkt bei der Prüfung der Statik bei Satteldächern ist der Sparrenabstand: Liegt dieser unter ca. 80 cm und die Standorthöhe unter ca. 800 m über NN, dann sollte das Dach statisch ausreichend für die PV ausgelegt sein. Sollten Ihre Parameter darüber liegen, ist eine individuelle Betrachtung mit eventuellem Mehraufwand notwendig.

2. Bewohner des Hauses

Bei sinkender Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare Energiegesetz (EEG) macht es immer mehr Sinn, den bisher netzbezogenen Strom für ca. 30 ct/kWh durch Sonnenstrom vom eigenen Dach für ca. 8 ct/kWh zu ersetzen. Das magische Wort hierbei lautet „Eigenverbrauch“. Das Recht auf Eigenverbrauch des lokal erzeugten Sonnenstroms ist laut Gesetz nur dem Anlagenbetreiber gestattet.

Wenn Sie also eine Immobilie besitzen und selbst darin wohnen, dann können Sie von den Vorteilen einer eigenen Stromerzeugung profitieren. Falls Sie Mieter einer Immobilie sind, gilt es abzuwarten, wie sich das Mieterstrommodell 2020 und die damit verbundenen Regularien entwickeln.

3. Zählerschrank bzw. Zustand der Elektroinstallation

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Zustand Ihres Zählerschrankes und der Elektroinstallation im Haus. Entspricht Ihr Zählerschrank nicht mehr der aktuellen deutschen Norm, ist dieser im Zuge der Installation einer PV-Anlage zu ertüchtigen. Je nach Alter des Zählerschranks kann das die Erneuerung des gesamten Zählerschrankes bedeuten. Je nach Größe des Zählerschranks kann das Mehrkosten ab 1.500 Euro aufwärts verursachen.

Eine erste Einschätzung lässt sich sehr gut per Ferndiagnose geben. Schicken Sie einfach ein Foto des Zählerschrankes (ein Detailfoto + eines mit Zählerschrankumgebung) an klimaretter@egt.de, damit wir den Zustand für Sie abschätzen können. Auch das Alter der Hausinstallation und des Zählerschrankes spielen hier eine wichtige Rolle.

Beispiel: Ist Ihr bisheriger Zählerschrank im Wohnbereich installiert und womöglich aus Holz, wie in diesem Foto, dann ist dieser durch einen normgerechten Metallschrank auszutauschen und in den Keller zu verlegen.

Unabhängig von der Installation einer PV-Anlage empfehlen wir grundsätzlich, den Zustand Ihrer Hausinstallation in regelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

4. Dacheindeckung

Die Unterkonstruktion unseres PV-Systems auf dem Dach ist sehr flexibel einsetzbar. Ob aufgeständert auf einem Bitumen-Flachdach oder dachparallel auf einem Ziegeldach, fast alles ist möglich.

Bei Schrägdächern gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Befestigung der Unterkonstruktion: Mittels Dachhaken, die unter die Ziegel gesetzt werden oder mittels Blechziegel, die die bisherigen Ziegel ersetzen und den Dachhaken integriert haben.

Die günstigere Variante ist die Verwendung des Dachhakens. Dieser kann bei allen Dacheindeckungen verwendet werden, die keine glatte/ebene Form haben. Hierzu zählen bspw.:

  • Frankfurter Pfanne
  • Heidelberger Dachstein
  • Falzziegel

Hier können die Dachhaken zur Befestigung der PV-Unterkonstruktion direkt unter den Ziegel gesetzt werden. Die Dichtigkeit des Daches wird dadurch nicht gefährdet.

Bei allen flachen Ziegeln muss in der Regel statt eines Dachhakens, der unter dem Ziegel gesetzt wird, ein Blechziegel verwendet werden. Dieser ersetzt den bisherigen Ziegel vollständig und garantiert nur so ein dichtes Dach. Hierzu zählen bspw.:

  • Biberschwanzziegel,
  • Tegalit-Ziegel
  • Schieferplatten
  • Asbestbelastung (hier ist eine vorherige Dachsanierung zu empfehlen),

Da die Verwendung der Blechziegel deutlich teurer als die Verwendung von Dachhaken ist, führt dies zu beachtlichen Mehrkosten der Installation.

5. Verschattungen oder Dachausrichtungen nach Norden

Das Thema Verschattung ist bei einem sogenannten Solargenerator immer zu beachten. Der Grundsatz lautet: je weniger Verschattung über den Tages- und Jahresverlauf stattfindet, desto effizienter arbeitet die Photovoltaik. Dabei können schon Teilverschattungen durch Kamine oder Gauben im Dach für einen signifikanten Mindertrag sorgen. Für solche Fälle können vereinzelt Leistungsoptimierer an die PV-Module installiert werden, die diese Verschattung ausgleichen.

Die heutige Technologie der monokristallinen PV-Module besitzt ein verbessertes Schwachlichtverhalten und bringt eine höhere Leistung auf weniger Platz. Dementsprechend können je nach Platzverhältnisse auf dem Dach auch die schattenreichen Bereiche ausgespart werden. Zusätzlich sind diese Module auch bei z. B. Verschattung im Winter durch den Sonnentiefstand weiterhin aktiv Sonne in elektrischen Strom umzuwandeln.

Aus wirtschaftlicher Sicht ungeeignet sind Norddächer, z. B. Pultdächer mit Nordausrichtung. Zwar nehmen die monokristallinen Module auch hier das Licht auf, der Solarertrag ist aber im Verhältnis zu den Kosten der PV-Anlage sehr gering.

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Als EGT Klimaretter produzieren und nutzen Sie Ihren eigenen Öko-Sonnenstrom. Das Beste daran: Ihre Anlage ist von Anfang an zu 100 % klimaneutral.

Denn für jede PV-Anlage und jeden Stromspeicher unterstützen wir die Organisation PRIMAKLIMA e.V., die alle entstehenden Emissionen durch Aufforstungsprojekte wieder einbindet. Von der Herstellung bis zum Recycling.

So schaffen wir gemeinsam einen entscheidenden Ausgleich für den CO2-Ausstoß.

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Fazit: Mit Photovoltaik selbst Strom erzeugen – günstig und nachhaltig

Von der Dachlast über die Dacheindeckung bis hin zur Elektroinstallation gibt es wichtige Kriterien, die über die Machbarkeit und vor allem den Kostenumfang Ihrer PV-Anlage entscheiden. Einige dieser Kriterien können zu technischen oder wirtschaftlichen Ausschlusskriterien werden.

Vor allem Neubauten sind prädestinierte Photovoltaik-Projekte, denn hier stimmen die baulichen Voraussetzungen mit den aktuellen Normen an die Elektroinstallationen und die Schnee- und Windlastgrenzen überein. Mehrkosten sind also so gut wie nicht zu erwarten, was sich stark zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage auswirkt.

Sind die Hürden überwunden oder gar nicht erst vorhanden, stellt die PV-Anlage für Sie als Hausbesitzer eine hervorragende Möglichkeit dar, sich für die kommenden Jahre nachhaltig und günstig selbst mit Strom zu versorgen.

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Sophia Ketterer
Autorin

Sophia Ketterer

Die studierte Betriebswirtin und Naturliebhaberin ist im Vertriebscontrolling tätig und auch für die Themen Photovoltaik und Speicher für Privathaushalte und Gewerbe zuständig.

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