"Mein Stromvertrag endet zum 31. Dezember." Warum Sie noch im September handeln sollten

Christian Brill
Christian Brill

Zum Herbst kommt das Thema Energie – für Unternehmen traditionell einer der größten Kostentreiber – bei vielen Entscheidern auf den Tisch. Der Grund: Stromverträge enden häufig zum 31.12. Warum Sie das Thema unbedingt noch im September klären und Ihre übliche Einkaufsstrategie kritisch hinterfragen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Wichtigste vorweg: Bewahren Sie einen kühlen Kopf.

Lassen Sie sich unter keinen Umständen zu einer unüberlegten Entscheidung drängen. Selbst in Zeiten von Corona besteht kein Grund, jetzt sofort ewig lange Laufzeiten zu unterzeichnen.

Vertrag vorsorglich kündigen und so Zeit gewinnen

Wenn Ihr Liefervertrag also zum Jahresende ausläuft, kündigen Sie ihn vorsorglich zum 31.12. So gewinnen Sie genügend Zeit, die richtige Strategie für Ihr Unternehmen zu finden.

Vielleicht fragen Sie sich nun: "Aber warum sollte ich meine Energie nicht einfach wie bisher auch nach dem Prinzip 'Alles-auf-einmal' am Terminmarkt einkaufen?"

Terminmarkt: Das "Alles-auf-einmal-Prinzip" hat ausgedient

Werfen wir dazu einen Blick auf die Preisentwicklung am "bewährten" Terminmarkt. Abgebildet sind die Preise für die Lieferjahre 2020 bis 2024, rein nach Börse, also ohne Zuschläge und Vertriebskosten der Lieferanten.

Zur Erinnerung: Am Terminmarkt decken sich Unternehmen auf Jahre hinaus zu festen Preisen mit Energie ein, und das mit einer einzigen Kaufentscheidung.

Wie Sie sehen, sind die Preise seit Ihrer letzten Verhandlungsrunde deutlich gestiegen.

Aber nicht nur das: sie schwanken – auch innerhalb kurzer Zeiträume – so stark, dass Sie garantiert einen zu teureren Einkaufszeitpunkt erwischen.

Für Sie als Entscheider wird der Energieeinkauf damit zum Lottospiel.

In anderen Worten: Wenn Sie sich weiter an den „bewährten“ Terminmarkt klammern, setzen Sie auf teure Energiepreise und haben keine Flexibilität. Gerade in diesen unsicheren Zeiten ist das wichtig.

Der Terminmarkt bringt hohe Risikoaufschläge mit sich

Denken Sie auch an die am Terminmarkt üblichen, spekulativen Risikoaufschläge. Diese „Strafzahlungen“ werden fällig, wenn Sie wegen Corona oder der wirtschaftlichen Lage zum Beispiel nur 60 % der Menge benötigen. Diese Mehr- oder Mindermengen sind teuer, ärgerlich und können richtig weh tun.

Für den Terminmarkt können wir also festhalten: was auf den ersten Blick sicher und komfortabel erscheint, ist in Wirklichkeit ein spekulatives und risikobehaftetes Geschäft.

So weit, so gut. Doch was ist die Alternative?

Vertrag fristgerecht gekündigt - und was jetzt?

Sie haben Ihren Vertrag noch im September vorsorglich gekündigt? Super! Jetzt bleibt Ihnen genügend Zeit, die passende Strategie für Ihr Unternehmen zu finden.

Bedenken Sie aber: wenn Sie nichts tun, fallen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in die sogenannte Grundversorgung. Und dann wird es richtig teuer.

Unsere Empfehlung: Gehen Sie auch im Strom- und Gaseinkauf neue Wege.

Spotmarkt als günstige und flexible Alternative

Am kurzfristigen Spotmarkt zum Beispiel kommen Angebot und Nachfrage quasi in Echtzeit zusammen. Im Gegensatz zum Terminmarkt bezahlen Sie hier also nur das, was Sie auch wirklich verbrauchen, ganz ohne spekulative Risikoaufschläge, Mehr- oder Mindermengenregelungen.

Werfen wir auch hier einen Blick auf die Preisentwicklung der letzten 12 Monate. Die blauen (Base) und roten (Peak) Kurven zeigen den Terminmarkt; die grüne, gepunktete die Spotmarktpreise.

Sie sehen: die grüne Kurve (= Spotmarkt) verläuft fast durchgehend unterhalb der blauen/roten Kurve (= Terminmarkt). Bereits seit Februar 2019 sind die stündlichen Spotmarktpreise deutlich günstiger als die 2021er Preise der Terminmärkte.

Sogar negative Strompreise sind möglich

Immer öfters rutschen die Preise sogar ins Negative, und das gleich für mehrere Stunden hintereinander. Für Ihr Unternehmen heißt das: Statt für jede Kilowattstunde Strom Geld zu bezahlen, bekommen Sie in dieser Zeit sogar Geld von uns zurück.

Einer der Hauptgründe für die Negativpreise: der zunehmende Einfluss erneuerbarer Energien, die die teureren, konventionellen Erzeugungskapazitäten mehr und mehr verdrängen und so den Strompreis nach unten drücken. In einem anderen Beitrag haben wir diesen "Merit-Order-Effekt" bereits ausführlich beschrieben.

Ab dem 1. Oktober 2020 dürfen auch die Gaspreise am Spotmarkt ins Minus gehen. Dies gab die Energiebörse European Energy Exchange (EEX) Anfang September bekannt. Unternehmen können künftig also auch im Gasbereich von negativen Preisen profitieren – zum Beispiel mit EGT Spot.

Fazit: Erst Vertrag kündigen, dann am Spotmarkt jederzeit flexibel sein

Lassen Sie uns die einzelnen Punkte nochmal zusammenfassen.

Klären Sie das Thema Stromversorgung noch im September, ehe sich Ihr Vertrag automatisch zu teuren Konditionen verlängert. Lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer schnellen Entscheidung verleiten.

Wählen Sie dann die richtige Strategie für Ihr Unternehmen. Am Kurzfristmarkt Spot zum Beispiel sind Sie auf der sicheren Seite: Hier profitieren Sie von echten Marktpreisen und bleiben jederzeit flexibel. Auch den am Terminmarkt üblichen Risikoaufschlägen gehen Sie so erfolgreich aus dem Weg.

Selbst negative Großhandelspreise werden am Spotmarkt 1:1 an Sie durchgereicht. Die EGT ermöglicht Ihnen diesen Zugang schon ab 10.000 kWh Jahresverbrauch.

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Christian Brill

Als Innovationschef der EGT beschäftigt sich der dreifache Familienvater mit der Energieversorgung von morgen, wie zum Beispiel neuartigen Beschaffungsstrategien oder dezentraler Energieversorgung.

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