Jubiläumsausstellung 125 Jahre EGT

125 Jahre EGT wollte die Unternehmensgruppe im September groß feiern. Die aktuelle Lage lässt ein ungezwungenes Zusammensein zum Bedauern der Firmenleitung derzeit allerdings nicht zu. Trotzdem können sich Interessierte in einer großen Jubiläumsausstellung vom 17. September bis 3. Oktober 2021 im Kurhaus Triberg auf eine Reise durch die EGT-Geschichte begeben.

Die Unternehmensgeschichte der EGT beginnt eigentlich nicht erst 1896, sondern bereits viel früher. Am 15. Mai 1884 nimmt die Stadt Triberg die erste elektrische Straßenbeleuchtung im Großherzogtum Baden in Betrieb, die erste in Deutschland überhaupt, deren Strom mit Wasserkraft erzeugt wird. Der dicht mit Menschen angefüllte und mit Bogenlampen tageshell beleuchtete Marktplatz war wohl ein unglaublich beeindruckender Anblick. Es war der Beginn der „Energie der Veränderung“, so der Slogan der EGT, der Aufbruch in die Zukunft der Elektrizität, wie wir sie heute als selbstverständlich betrachten und die immer weiterentwickelt wird. „Energie der Veränderung“ deshalb auch der Titel der Jubiläumsausstellung. Die Bogenlampe der ersten Stunde wird die Besucher durch die Ausstellungsräume begleiten – im Original und auch als Wegweiser. Auch der Wasserfall als erste Energiequelle der Region hat seinen Platz in der Ausstellung. „Unsere Jubiläumsausstellung möchte die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte der EGT nehmen. Von damals bis heute“, so Jens Buchholz, Vorstand der EGT AG.

Gemeinsam mit Wilfried Dold, dold.media, plant die EGT bereits seit Anfang 2019 die Herausgabe einer großen EGT Firmenchronik. Im Laufe der Recherche ist unglaublich spannendes und oft überraschendes Material aufgetaucht, das jetzt den Menschen der Region und allen Interessierten präsentiert werden soll. Die Jubiläumsausstellung zeigt einige Ausschnitte der großen Chronik, die Ende des Jahres erscheinen wird.

Die mit dem Aufbau einer regionalen Stromversorgung verbundenen technischen und finanziellen Herausforderungen nehmen allerdings ständig zu – seine Situation wird immer prekärer. Schließlich begibt er sich mit Erfolg auf die Suche nach finanzstarken Partnern. Im kunstsinnigen Privatier Fried­rich von Schoen, dem Diplomaten Wilhelm von Schoen und dem berühmten Erfinder Carl von Linde findet Carl Meissner kapi­talkräftige Investoren, die von der lukra­tiven Zukunft des Unternehmens in der Raumschaft Triberg überzeugt sind.

„Die größte Herausforderung des Projektes war und ist, dass sich im Verlauf der Recherche eine scheinbar bekannte Firmengeschichte als immer vielschichtiger und spannender herausstellte“, so Wilfried Dold, der seit fast zwei Jahren in der EGT-Geschichte gräbt. Deutschlandweite Recherchen zeigen, dass die EGT zu den Pionieren der Stromerzeugung mit Wasserkraft und der Elektromobilität zählt. Die EGT-Gründung war ein klassisches StartUp: Eine Gruppe von Münchner Investoren stellte ca. 5,5 Mio. Euro bereit, um im Schwarzwald eine regionale Energieversorgung aufzubauen und dort Batterien für die Elektromobilität zu entwickeln und zu fertigen. Akkus, die Eisenbahnen, Kutschen, Autos und Schiffe antreiben sollten. Das alles ermöglichte in letzter Konsequenz die Kraft des Triberger Wasserfalls.

Aufgrund der derzeitigen Lage findet die offizielle Eröffnung der Ausstellung nur im kleinen Kreis statt. Sie ist an drei Wochenenden geöffnet. Zwischendurch gibt es Sonderführungen für Schulklassen der Bildungspartner der EGT, auf Anfrage auch für andere Gruppen.

Und auch das Thema EGT Umweltschutz hat seinen Platz bei der Ausstellung: Eine Handy-Sammelbox, die vom 17. bis 19. September 2021 während der Ausstellung beim EGT-Informationsstand aufgestellt wird, bietet den Besuchern die Möglichkeit, alte Handys, die voller Rohstoffe sind und ungenutzt zu Hause herumliegen sachgerecht entsorgen zu lassen und damit Gutes zu tun.

Das Highlight der Ausstellung aber ist eine Autogrammstunde mit Aline Rotter-Focken, der frisch gebackenen Gewinnerin der Goldmedaille im Ringen am 3. Oktober 2021 von 11:00 Uhr-12:00 Uhr. Die EGT unterstützt regelmäßig Vereine und Sportler der Region und hat auch Aline auf ihrem Weg zu Olympia begleitet. „Wir sind stolz und freuen uns sehr, dass sie sich die Zeit nimmt, bei unserer Ausstellung dabei zu sein“ freut sich Vorstand Jens Buchholz.

Es steht noch nicht fest, wie es mit der EGT-Ausstellung weitergehen wird. Teile davon werden später auf jeden Fall im EGT Haupthaus in Triberg aber auch in und um den EGT Neubau in St. Georgen zu sehen sein. Geplant ist, dass einiges im Schwarzwaldmuseum Triberg einen Platz finden wird – ist die Geschichte der EGT doch eng mit der Geschichte der Stadt Triberg und ihrem Wasserfall verbunden.

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